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Buchstawenzalot.2

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An weider geht et:

Sachliche Romanze (1929, Erich Kästner)

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

(photo)

Categories: Gedichter, Literatur
  1. March 24, 2007 at 11:45 pm | #1

    Gutt Foto a gutt Gedicht, wat ech souguer scho kannt hunn. :)

  2. March 25, 2007 at 10:21 am | #2

    :)

  3. March 26, 2007 at 12:40 am | #3

    gefällt mer :)

  4. March 26, 2007 at 7:31 am | #4

    leti: cool :)

  5. March 26, 2007 at 11:05 am | #5

    Gutes Foto, gutes Gedicht, gefällt mir. :)

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