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Buchstawenzalot.3

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An weider geht et:

Vereinsamt (1884 , Friederich Nietzsche)

Die Krähen schrei’n
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnei’n -
wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat! Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei’n
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnei’n,
weh dem, der keine Heimat hat!

(photo)

Categories: Gedichter, Literatur
  1. April 9, 2007 at 3:38 pm | #1

    Ech wousst guer net, dass den Nietzsche Gedichter geschriwwen huet. Gefällt mer awer wierklech gutt dat do.

  2. April 9, 2007 at 5:00 pm | #2

    Jo, ech woer och erstaunt. An mir gefällt et jo offensichtlech och :)

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