Vandalen.

Bekanntlecherweis léiert een jo nie aus. Sou och mat dësem interessanten ZEIT-Artikel iwwert d’Vandalen.
Mee fir d’éischt mol d’Etymologie vum Wuert ‘vandals’:
1663, “willful destroyer of what is beautiful or venerable,” from Vandals, name of Gmc. tribe that sacked Rome, 455, under Genseric, from L. Vandalus (pl. Vandali), from the tribe’s name for itself (O.E. Wendlas), from P.Gmc. *Wandal – “Wanderer”.
Vandalism is attested from 1798, from Fr. vandalisme, first used by Henri Grégoire, Bishop of Blois, c.1793. The verb vandalize is first recorded 1845.
Et ass och keen Zoufall, dass dat Wuert ‘Vandalismus’ also vun engem Bëschof erfonnt gouff. D”Vandalen haten, aus chrëschtlecher Perspektiv, historesch gesinn net de beschten Ruf, wat awer och zu engem groussen Deel chrëschtlechen ‘Historikern’ ze verdanken woer, déi vill verzerrt an verdäiwelt hunn, einfach wëll d’Vandalen Heeden woeren an sech net einfach direkt ugepasst haten.
An och de Stuerm op Roum, fir deen sie berühmt sinn, an deen oft als Grondlag fir eist Verständnis vun ‘Vandalismus’ geholl gët, huet sech en Realitéit e bëssen anescht ofgespillt:
Die Chronisten stützten sich dabei vor allem auf ein Ereignis, bei dem die Vandalen unter ihrem charismatischen Führer Geiserich in der Tat nicht wie Friedensengel agiert hatten. Weil sie sich von den Römern politisch hintergangen fühlten, segelten sie im Jahr 455 von Nordafrika aus zornig zu einer Strafaktion übers Mittelmeer und verbrachten zwei Wochen in Rom. Plündernd. »Durch Geiserich wurde Rom aller Schätze leer gemacht«, berichtet der Chronist Cassiodor.
Auf diesen berühmt gewordenen Raubzug spielte Ende des 18. Jahrhunderts Henri Baptiste Grégoire an. Der liberale Abbé geißelte den revolutionären Bildersturm der Jakobiner gegen feudale und klerikale Symbole mit einer Wortschöpfung: vandalisme .
Ein unangebrachter Vergleich. Zwar hatten die Vandalen 455 in Rom gestohlen, was ihnen in die Finger kam, aber eben gerade nicht das getan, was heute einen Täter zum Vandalen macht: sinnlos zerstört. Dafür schätzte das Überfallkommando vom Rand der Sahara die römischen Kunstwerke viel zu sehr. Sorgsam verpackten die Vandalen die Preziosen, schipperten sie ins heutige Tunesien und verschönerten mit der Beutekunst ihre Gärten, Villen und Gotteshäuser. Dieser räuberische Akt hatte keinen destruktiven Hintergrund; der Althistoriker Alexander Demandt hält fest: »Wenn Vandalismus Gewalt gegen Kultur ist, dann ist Kunstraub kein Vandalismus, vielmehr ein Kompliment für Kultur und allenfalls Gewalt gegen deren Besitzer.«
Doniewend sief bemierkt, dass och dat Wuel ‘Andalusien’ sech op d’Vandalen bezitt (lat: Vandalicia, arab: Al-Andalus, ‘Land der Vandalen’).
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